Vizekanzler Olaf Scholz wird zu seiner Rolle im Wirecard-Skandal verhört. Hätte Ex-Hamburg-Bürgermeister den Milliarden-Betrug unter Umständen verhindern können?

Im Wirecard-Skandal* wird der Druck auf Vizekanzler und Finanzminister Olaf Scholz (SPD) immer größer. Beim Showdown im Untersuchungsausschuss muss sich der SPD-Kanzlerkandidat am Donnerstag, 22. April 2021, den unbequemen Fragen der Bundestagsabgeordneten stellen. Sie wollen von ihm wissen, warum die Finanzaufsicht Bafin den Milliarden-Betrug jahrelang nicht bemerkt hat. Der Bundesfinanzminister ist für die Behörde zuständig.

Es geht um einen der größten Finanz-Skandale in der Geschichte der Bundesrepublik: Wirecard, ein internationales Zahlungs- und Kreditkartenunternehmen, galt jahrelang als einer der wenigen deutschen Vorzeige- und Weltkonzerne. Doch die Umsätze von Wirecard von 1,9 Milliarden Euro waren frei erfunden. Obwohl Bankbelege fehlten, beglaubigten Wirtschaftsprüfer die Bilanzen des mittlerweile insolventen Unternehmens jahrelang. Als der Betrug im Juni 2020 aufflog und der Vorstandsvorsitzende Jan Marsalek untertauchte, krachten die Aktienwerte in den Keller und Wirecard war innerhalb weniger Tage pleite.

Olaf Scholz (SPD): Kanzlerkandidat steht im Betrug-Skandal um Wirecard am Pranger

Viele Anleger, die in Wirecard investiert hatten, machten große Verluste. Bei der Aufklärung des Milliardenbetrugs rückt nun das Verhalten der Bafin immer mehr in den Mittelpunkt. Die Mitglieder des Untersuchungsausschusses werfen der Behörde – und damit auch Scholz – Totalversagen vor. Obwohl es viele Hinweise gab, dass bei Wirecard etwas nicht stimmt, hätten der ehemalige Erste Bürgermeister der Hansestadt Hamburg und die Bafin die Augen zugemacht. Der Chef der Finanzaufsicht, Felix Hufeld, musste deshalb schon zurücktreten.

Wegen eines sogenannten Leerverkaufsverbots sieht sich die Bafin, die dem Deutschen Finanzminister Olaf Scholz untersteht, mit schwerwiegenden Vorwürfen konfrontiert. Im Februar 2019 setzte die Finanzaufsicht das Instrument ausgerechnet für Wirecard zum ersten Mal ein. Sie verbot damit Spekulationen auf fallende Wirecard-Aktienkurse. An der Börse wetteten Anleger bereits auf den Absturz des Unternehmens[!]. Das Verbot der Bafin festigte bei Investoren aber den Eindruck, Wirecard sei das Opfer einer gezielten Attacke.

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Von VrilOdin

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